Der Ostermarsch Rhein Ruhr aktiv nicht nur an Ostern

Friedensversammlung Rhein Ruhr beschließt Zeitplan zum Ostermarsch

Die Friedensversammlung wertete auf ihrem Treffen zunächst die Doppeldemo in Kalkar und in Essen am 3. Oktober als Erfolg. Aus der speziellen Situation zweier zusammenhängender Anlässe haben die Aktiven eine Doppeldemo geschaffen, die bisher beispiellos war. Die Erfahrungen mit dieser Herausforderung wurden ausgetauscht, so dass auch in Zukunft die Friedensbewegung bei derartigen Randbedingungen mit der notwendigen Effizienz reagieren kann.

Im weiteren Verlauf des Treffens ging es um erste inhaltliche und organisatorische Verabredungen zum Ostermarsch Rhein Ruhr 2017. Schwerpunktthemen für den Aufruf wurden diskutiert und ein sehr ambitionierter Zeitplan verabschiedet. Demnach soll noch vor Weihnachten der endgültige Aufruf in den örtlichen Friedensforen diskutiert und gemeinsam auf einer Friedensversammlung am 17. Dezember verabschiedet werden.

Das Protokoll des Treffens hier zum download

Also Vormerken: Friedensversammlung Rhein Ruhr am 17. Dezember. Ort und Tagesordnung folgen


Auch in diesem Jahr wieder, nun schon zum elften mal: der Abgesang

Die Üblichen Verdächtigen heißen willkommen zu Chanson, Satire und Agitp(r)op

Sie präsentieren Lieder, Songs und Chansons "wider die heraufziehende Kälte" aus Leos eigener Feder oder von Kurt Tucholsky und Theodor Fontane sowie von Georges Brassens, Bertolt Brecht und Anderen, ganz Unzeitgemäß auf ein neugieriges und strapazierfähiges Publikum vertrauend, schnulz- und schwulst­frei hand­gespielt und (fast immer) auf deutsch mund­gesungen zum Abhängen, Genießen, Begreifen und Mitdenken. Dabei wird kein Blatt vor den Mund genommen und weder die doppel­deutige Anspielung noch die frivole Grenz­verletzung gescheut, nicht die lyrische Unschärfe noch die unver­blümte Durch­sage mit dem vor­gestreckten Zeige­finger, der auch mal aufs Publikum weist.

am 16.12.2016 um 20:16 Uhr

in der alternative e.V., Gelsenkirchen, Overwegstraße

zum Eintrittspreis von 1€ plus einer großzügigen Spende für den Ostermarsch Rhein Ruhr


Willi Hoffmeister war in der Auslandsgesellschaft im Gespräch

Der Freitag berichtete von dieser beeindruckenden Veranstaltung.

Der gleiche Bericht erschien auch hier, zusätzlich mit Bildern.


Erfolgreiche Doppelaktion in Kalkar und Essen am 3. Oktober 2016

Den Äuftakt auf dem Markt in Kalkar machte Werner Steinecke (69), 1. Vorsitzender des Kunstvereins Emmerich. Er warnte vor einer weiteren militärischen Eskalaton.

Andreas Zumach, Journalist und Buchautor, zeigte auf, dass aktuelle Kriege und Konflikte noch nicht das Ende von Strategie und Taktik, von Waffenentwicklung und Massenvernichtung, von asymmetrischer Kriegführung und Drohneneinsatz bedeuten. Formen eines «moderneren Krieges» ertüftelt das Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) – ebenfalls in Kalkar. >

Dann ging es in einem gemeinsamen Marsch hinauf zur Kaserne.

An der Kaserne angekommen hielt Felix Oekentorp, Landessprecher der DFG-VK NRW eine Trauerrede für die Opfer von Drohnen und Bomben. Der Wortlaut hier zum download.

Damit war der erste Teil der Doppelaktion beendet,und es ging gemeinsam nach Essen zur Kundgebung auf dem Willy Brandt Platz vor dem Hauptbahnhof.

Hier sprachen Eugen Drewermann

MdB Sevim Dagdelen

und andere vor vielen Hundert TeilnehmerInnen.

Im Kulturprogramm der Barde Frank Baier.


Gut so: Fasia Jansen Gesamtschule Oberhausen lädt Bundeswehr aus

Die WAZ berichtete, dass die Schule zu ihrem Namen steht und ein Bundeswehrbesuch hier nicht willkommen ist. Die vorbildliche Friedensaktivistin hätte sich im Grabe umgedreht, wäre es zu diesem ungeheuerlichen Besuch gekommen.
Hier alle Bundeswehr-Termine im laufenden Quartal in NRW


Wir nehmen Abschied von Alois Stoff, Freund und Vorbild

Alois Stoff Ein Ostermarsch-Organisator der ersten Stunde ist gegangen

Alois Stoff erlebte den II. Weltkrieg noch als junger Mann und engagierte sich angesichts dieser Erfahrungen seitdem gegen den Krieg und für eine friedliche Zukunft.

Die geplante Wiedereinführung einer westdeutschen Armee empörte ihn, und er engagierte sich dagegen. Sein Engagement gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr trug mit dazu bei, dass diese Ungeheurlichkeit nicht wahr wurde. Er organisierte Proteste gegen den vietnamkrieg. Die Kriegsdienstverweigerung als individuelles Ausdrucksmittel war für ihn ein Anlass, junge Männer zu politisieren. Die Stationierung der atomar bestückten NATO-Rakten im Ruhrgebiet war ihm Anlass für kreative Protestaktivitäten.

Noch im Alter von 90 Jahren nahm Alois Stoff an Aktionen der Friedensbewegung in Essen teil.

Seine ansteckend herzliche Art war motivierend für seine MitstreiterInnen, seine unerschöpfliche Phantasie für Protestformen war beeindruckend, seine reichhaltigen Erfahrungen mit antimilitaristischem Engagement waren ein wertvoller und unersetzlicher Schatz.

Wir sind dankbar, ihn als Wegbegleiter und Freund an unserer Seite gehabt zu haben. Wir werden sein Lebenswerk fortführen.


Presseerklärung Friedensversammlung vom 29. April 2016

Ostermarsch Rhein/Ruhr 2016:
Friedensgruppen ziehen Bilanz

Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Friedensversammlung Rhein Ruhr hat auf ihrem Treffen am 29.4. in Essen ein positives Resümee des Ostermarsch Rhein Ruhr gezogen. Die Zusammenarbeit zwischen den Friedensgruppen der beteiligten Orte verlief ausgesprochen konstruktiv, das Programm war vielfältig und das Thema Fluchtursache Krieg brandaktuell. „Uns ist es gelungen, die deutsche Mitverantwortung an Kriegen in der Welt als Fluchtursache in der Öffentlichkeit deutlich zu machen“, betonte Willi Hoffmeister vom Ostermarsch Rhein/Ruhr.

Einzig die fast schon alljährlichen Störungen durch Nazis in Dortmund Dorstfeld trübten das Gesamtbild. Kritisch merkten die Verantwortlichen an, dass man seitens der Polizei deutlich mehr Unterstützung erwartet hätte. Dies wurde inzwischen dem Dortmunder Polizeipräsidenten in einem ausführlichen Gespräch vermittelt. „Es kann niemand verstehen, warum Nazis von einem Polizeisprecher als Teilnehmer einer Friedensdemo wahrgenommen werden, während bei Nazi-Aufmärschen weiträumig Platzverbote gegen Demokraten ausgesprochen werden“, so Felix Oekentorp, einer der Sprecher des Ostermarsch Rhein Ruhr.

„Nach diesem Gespräch sollte es künftig möglich sein, dass der Ostermarsch so nicht mehr von den als gewaltbereit bekannten Dortmunder Nazis gestört wird“ hofft Joachim Schramm.

Die Friedensversammlung Rhein Ruhr kam aber nicht nur zum Rückblick zusammen, es wurden weitere gemeinsame Aktivitäten verabredet. Dazu zählen die Proteste gegen die NATO-Kommandozentrale in Kalkar und die Kriegsvorbereitungskonferenz JAPCC in Essen im Oktober.

Die Presseerklärung zum download


Wertvoller Link gegen die xenophobe Stimmungsmache

hoaxmap.org

Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ist zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Asylsuchende in die Welt gesetzt und viral verbreitet werden. Von gewilderten Schwänen und geschändeten Gräbern - hier werden sie gesammelt.


Hannes Bienert

Hannes Bienert ist tot. Gestorben im Alter von 87 Jahren in der Nacht zum 28. Oktober 2015. Bis zuletzt war er aktiv im Sinne des Schwurs von Buchenwald „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“. Hannes war Gründer und Sprecher der Antifa Wattenscheid, Erstmals vor 25 Jahren legte er zusammen mit anderen am Nivellesplatz in Wattenscheid einen Kranz nieder – das Bezirksparlament dachte seinerzeit noch nicht daran, der Opfer von Krieg und Faschismus zu gedenken. Diese Kranzniederlegung am 9. November 1990 war gleichzeitig auch das Gründungsdatum der Antifa Wattenscheid, für die Hannes Gesicht und Motor war. Er konnte motivieren und integrieren, ermutigen und überzeugen. Und wenn es um die richtige Sache ging, dann war er unermüdlich und voll dabei.

Schon als 20jähriger trat Hannes der später verbotenen KPD bei, er gründete nach deren Verbot die Sozialistische Studiengemeinschaft, er war lange aktiv in der Internationale der Kriegsdienstgegner, war Gründer und zeitweise Vorsitzender der Wattenscheider Ortsgruppe der Deutschen Friedensunion, er war Vorsitzender einer Initiative gegen den Vietnamkrieg und der Aktion Demokratischer Fortschritt, und er war Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

Hannes war einer der Mitbegründer des Ostermarsch Ruhr, und der Stopp an der Wattenscheider Friedenskirche war uns immer ein besonderes Anliegen, in den letzten Jahren durch einen Abstecher zu den Stelen am Nivellesplatz ergänzt. Diese Stelen waren eines seiner Lebenswerke. Hannes hat diese Stelen trotz Haushaltssperre im Rat durchgesetzt, mit seiner ihm eigenen Sturheit hat er dafür gesorgt, dass bürgerschaftliches Engagement keine leere Phrase sein muss. Diese Stelen sind sein Vermächtnis, sie sind nicht im Besitz der Stadt sondern sein Privateigentum. Und als Schüler ihm aus Auschwitz die Todesurkunde von Betti Hartmann, eine der 87 vom NS-Regime ermordeten jüdischen Wattenscheider Menschen mitbrachten, da fügte er diesem Lebenswerk der 3 Stelen noch ein weiteres hinzu: Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass das Wattenscheider Parlament gegen das Votum der Stadtverwaltung den Platz vor dem Rathaus umbenannten in Betti Hartmann Platz.

Zuletzt war Hannes mit der Herausgabe eines Antifa-Stadtplans Wattenscheid beschäftigt. Dieses Werk zu vollenden ist eine Aufgabe, die wir ihm schuldig sind.

Es ist eine große Herausforderung, in seinem Sinne weiter zu wirken, und dieser Herausforderung werden wir uns stellen.

Wir werden in seinem Sinne weitermachen.


Neu: Bundeswehrtermine an Rhein und Ruhr im laufenden Quartal hier!


Ehre wem Ehre gebührt - Das Deutsche Historische Museum präsentiert Hannes Bienert

In sechs Kapiteln wird der Teil der Lebensgeschichte von Hannes Bienert bis 1945 präsentiert

Hannes Bienert

Kindheit in Beuthen / Oberschlesien

Das Novemberpogrom in Beuthen / Oberschlesien

Hitlerjugend in Königsberg

Als Flakhelfer in Ostpreußen 1943/44

Als Flakhelfer in der Niederlausitz 1944

Fahnenflucht in Berlin 1945

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